Aktualisierte STIKO Impfempfehlung für Covid -19 Auffrischungsimpfungen ab September 2026



Die STIKO empfiehlt weitere Auffrischungsimpfungen ab September für folgende Personengruppen


Folgende Personengruppen sollen zusätzlich zur Basisimmunität bis auf weiteres jährlich im Herbst eine Impfung mit einem mRNA- oder proteinbasierten Impfstoff entsprechend der Zulassung mit einer aktuell von der WHO empfohlenen Variantenanpassung erhalten

 ▶ Personen im Alter ≥75 Jahr

 ▶ Bewohnende in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

▶ Personen ab dem Alter von 6 Monaten mit einer Grundkrankheit, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergeht

▶ Schwangere bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsassoziierter Komplikationen (z.B. Gestationsdiabetes, Hypertonie) ab dem 2. Trimenon

▶ Personal in Pflegeeinrichtungen mit direktem Kontakt zu Bewohnenden

▶ Medizinisches Personal mit einem erhöhten tätigkeitsbezogenen Infektionsrisiko für SARS-CoV-2 (z.B. Medizinische Notaufnahme, Intensivstation etc.)

▶ Medizinisches Personal, das RisikopatientInnen betreut (siehe unten aufgeführte Grunderkrankungen)

▶ Familienangehörige und enge Kontaktpersonen ab dem Alter von 6 Monaten von Personen, bei denen nach einer Covid-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist.


Die jährliche Impfung soll (einmalig pro Saison) bevorzugt mit dem Beginn der Saison im Spätsommer/Frühherbst durchgeführt werden.


Sofern eine Indikation zur Impfung gegen RSV, Pertussis, Pneumokokken, Herpes Zoster oder Influenza vorliegt, kann am selben Termin auch dagegen geimpft werden.


Aufgrund der ausgeprägten hybriden Immunität in der Bevölkerung hält die STIKO es nicht mehr für erforderlich, an der vorherigen Empfehlung zum Erlangen der Basisimmunität (mindestens 3 SARS-CoV2-Antigenkontakte durch Impfung oder Infektion) festzuhalten.

Die Empfehlung zum Erlangen der Basisimmunität für die erwachsene Bevölkerung (einschließlich Schwangere ohne Grunderkrankungen oder schwangerschaftsassoziierte Komplikationen) entfällt daher.


Zu den Grundkrankheiten mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf können z.B. gehören:

▶ Chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (z.B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung [COPD])

▶ Chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen

▶ Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen

▶ Adipositas (BMI >30)

▶ Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS), wie z.B. chronische neurologische Erkrankungen, Demenz oder geistige Behinderung, psychiatrische Erkrankungen oder zerebrovaskuläre Erkrankungen

▶ Syndromale Erkrankungen (z.B. Trisomie 21)

▶ Angeborene oder erworbene Immundefizienz (z.B. HIV-Infektion, chronisch-entzündliche Erkrankungen unter relevanter immunsupprimierender Therapie, Z. n. Stammzell- oder Organtransplantation, zellbasierte Therapien)

▶ Maligne neoplastische Krankheiten

▶ Langzeitfolgen nach COVID-19 (z.B. Long- oder Post-Covid bzw. Postakutes Infektionssyndrom)



Wir impfen ausschließlich mit dem mRNA Impfstoff von Biontech/Pfizer.